Betriebliches Gesundheitsmanagement durch aktive Pause

Betriebliches Gesundheitsmanagement durch aktive Pausen

Wer täglich 4 Stunden und mehr sitzend auf dem Bürostuhl verbringt, schadet seiner Gesundheit. Studien zeigen, dass zu langes Sitzen gefährlicher ist, als das Inhalieren von Zigarettenrauch. Ununterbrochenes Verharren in sitzender Position korreliert mit einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten und allgemeine Sterblichkeit. Um den Alltag des Dauersitzers zu durchbrechen, eignen sich Bewegungsprogramme und vor allem aktive Pausen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 

Gesundheitliche Folgen des Dauersitzens

Obwohl der Mensch seit Langem nicht mehr regelmäßig sammeln und jagen geht und alle Fressfeinde längst ausgestorben sind, ist der Körper noch immer auf alte Zeiten programmiert. Er muss bewegt und beansprucht werden, um Gesund zu bleiben.

Ohne Bewegung gewöhnen sich die Muskeln an die fehlende Herausforderung und bilden sich zurück. Dadurch entstehen muskuläre Dysbalancen und Fehlhaltungen, die Verspannungsschmerzen verursachen. Insbesondere Kopf, Nacken und Rücken sind anfällig für die Folgen langer Arbeitsstunden in sitzender Haltung. Auch das Herz-Kreislaufsystem verliert seine Belastbarkeit, wenn es nicht regelmäßig durch längere Bewegungseinheiten gefordert wird. Die Stoffwechselaktivität reduziert sich, das Risiko ernsthafter Krankheiten, insbesondere chronischer, wie Diabetes und Bluthochdruck steigt.

Neben den direkten körperlichen Folgen bewirken Bewegung und aktive Pausen eine ganzes Potpourri an gesundheitsförderlichen Effekten. Allen voran ist das Wohlbefinden direkt an genügend Bewegung gekoppelt. Fehlen aktive Bewegungseinheiten, fühlt man sich oft einfach schlapp und ist leicht aus der Puste. Darüber hinaus helfen regelmäßige bewegte Pausen dabei, angesammelten Stress abzubauen und den Energiebedarf zu regulieren.

 

Bewegung ist Medizin – auf die Dosierung kommt es an

Zahlreiche Studien kommen immer wieder zum gleichen Ergebnis: Nichts fördert die Gesundheit so vielseitig und effektiv, wie Bewegung. Im Gegensatz zur Medizin ist Bewegung für jeden kostenfrei und überall möglich – man hat es selbst in der Hand. Weil aktive Pausen dabei helfen Entzündungsprozesse im Körper zu regulieren und die Zellalterung zu verlangsamen, sind sie echte Anti-Aging Booster.

Um die gesundheitsförderlichen Effekte der Bewegung optimal für sich zu nutzen kommt es darauf an, sich regelmäßig und am besten lebenslang zu bewegen. Ein 10 Kilometerlauf einmal im Monat ist weitaus weniger effektiv, als täglich 20-30 Minuten bei moderater Intensität. Das Konzept der bewegten Mittagspause am Arbeitsplatz ist beispielsweise perfekt geeignet, um die Gesundheit zu fördern. Hier kommen Teilnehmer nur ganz leicht aus der Puste, können direkt am Arbeitsplatz in Arbeitskleidung loslegen und sich mit den Kollegen zum regelmäßigen Teilnehmen verabreden.

 

Aktive Pausen auch für Autofahrer

Neben dem Bürostuhl wird auch viel Zeit auf dem Autositz verbracht. Vor allem Berater und Selbstständige legen oft lange Strecken zurück, um ihren Kunden den besten Service zu bieten. Dabei wird die eigene Gesundheit häufig hinten an gestellt. Um immer wieder kleine „mikro“ Pausen einzulegen und den Körper aus der starren Haltung zu lösen, eignet sich jede kurze Fahrtunterbrechungen an Ampeln, im Stau oder an Raststätten. Einfache Entspannungs- und Mobilisationsübungen für Bauch, Beine, Po, Nacken und Rücken sind in einer Minute schnell durchgeführt. Die hohe Kunst liegt dabei darin, Pausen tatsächlich aktiv und regelmäßig zu nutzen.

 

Bewegte Mittagspausen fördern die Gesundheit

Der Arbeitsplatz bietet den perfekten Rahmen, um Menschen regelmäßig in Bewegung zu bringen. Bei der Arbeit ist man es gewohnt, Termine pünktlich wahrzunehmen und Routinen zu etablieren. Wird der Gesundheitsförderung eine hohe Priorität eingeräumt, und niedrigschwellige Bewegungsprogramme angeboten, sind optimale Bedingungen für hohe Teilnehmerzahlen geschaffen. Eine Bewegte Mittagspause bringt Energie, Fokus und Produktivität für die zweite Hälfte des Arbeitstages und tragen dazu bei, Gesundheit und Leistungsfähigkeit bis zum Renteneintritt zu erhalten.

 

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